Sprache fuer Dokumentation gesucht
Hi,
Ich bin schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer
geeigneten Sprache um Dokumente zu erstellen. Ich hoffe hier ist
der richtige Platz zum Fragen.
Ich kenne:
- Latex (mein Liebling)
- XML (z.B. Docbook)
- Yaml (eher für Konfigurationen)
Ich suche folgende Merkmale:
- leicht lesbar
- eindeutige Grammatik
- "an XML-Prinzipien angelehnt"
- einfach!
- prinzipiell für den DAU geeignet
PS: Ich benötige keine Tools für das Parsen ... einfach nur eine
Sprache, die gut geeignet für das Publizieren ist. Schreibt bitte
einfach mal, was euch so einfällt, auch wenn es noch so abwegig
erscheint.
danke
Chris Burkert
--
http://www.chrisburkert.de/
Hallo Chris,
"Chris Burkert" schrieb im Newsbeitrag
news:bmmrib$i0g$1@anderson.hrz.tu-chemnitz.de...
> Hi,
>
> Ich bin schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer
> geeigneten Sprache um Dokumente zu erstellen. Ich hoffe hier ist
> der richtige Platz zum Fragen.
>
> Ich kenne:
> - Latex (mein Liebling)
> - XML (z.B. Docbook)
> - Yaml (eher für Konfigurationen)
>
> Ich suche folgende Merkmale:
> - leicht lesbar
> - eindeutige Grammatik
> - "an XML-Prinzipien angelehnt"
Warum dann nicht XML?
> - einfach!
Das ist es es wohl für einfache bis mittelschwer strukturierte Dokumente,
> - prinzipiell für den DAU geeignet
Das sollte ein guter Editor weit gehend erledigen.
Das ganze hängt natürlich von den Dokumenten ab. Bestimmte
Textstrukturen
kann man auch nachträglich automatisch taggen.
Beim Editor stellt sich die Frage, was wichtiger ist:
Schnelles, ungestörtes Schreiben, dann bleibt eigentlich nur das direkte
Eingeben von Kommendos, - weniger DAU-geeignet.
DAU-geeigneter sind da Eingabeverfahren die per "Maus und Click"
arbeiten:
neues Dokument anklicken: -> Fenster öffenen -> loslegen
intern Befehlsfolge generieren
<dok>
elemente laut strukturbeschreibung
</dok>
Überschrift anklicken -> Fenster öffnen
intern Befehlsfolge <ue> text</ue> generieren
usw..
Ziemlich sicher, aber ob das ergonomisch ist ? zweifelnd
--
Einen schönen Tag wünscht
Werner
--
Werner Perplies
www.weepee.de
OCR-Dienstleistungen, Konvertierungsdienstleistungen
Textbearbeitungswerkzeuge (SearARep), Corel Ventura Skripte
... ols für das Parsen ... einfach nur eine
> Sprache, die gut geeignet für das Publizieren ist. Schreibt bitte
> einfach mal, was euch so einfällt, auch wenn es noch so abwegig
> erscheint.
>
> danke
> Chris Burkert
> --
> http://www.chrisburkert.de/
>
Hi Chris,
> Ich bin schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer geeigneten
> Sprache um Dokumente zu erstellen. Ich hoffe hier ist der richtige Platz
> zum Fragen.
>
> Ich kenne:
> - Latex (mein Liebling)
> - XML (z.B. Docbook)
> - Yaml (eher für Konfigurationen)
>
> Ich suche folgende Merkmale:
> - leicht lesbar
> - eindeutige Grammatik
> - "an XML-Prinzipien angelehnt"
> - einfach!
> - prinzipiell für den DAU geeignet
>
> PS: Ich benötige keine Tools für das Parsen ... einfach nur eine
> Sprache, die gut geeignet für das Publizieren ist. Schreibt bitte
> einfach mal, was euch so einfällt, auch wenn es noch so abwegig
erscheint.
Leider ist "Sprache um Dokumente zu erstellen" zu ungenau bzw. zu
allgemein gefragt. Da gibt es noch einige Dimensionen die abzufragen
sind: Zum Beispiel sind die DAUs reine Datenerfasser oder geben die auch
die Struktur vor. Handelt es sich etwa um den typischen GAU auch um
Vorgabe der Gestaltung.
Auch sinnvoll wäre eine Zusammenstellung der Applikationen, die du
einsetzen willst.
Ich würde wo es geht immer auf recht einfache Formate setzen, wie Plain
Text, Structured Text [1], CSV (Comma Separated Value) oder HTML 3.2.
Das bedeutet aber auch immer Nachbearbeitungsaufwand, den man durchaus
auch durch Einsatz von Scripten, Makro, etc. teilweise automatisieren
kann. Bei Kooperationen über mehrere Ebenen zum Beispiel diverse
Lektorate, kann man diese Vorgehensweise aber vergessen.
Eine Lösung für viele dieser Anforderungen ist das XML-Dateiformat
von
StarOffice/OpenOffice.org. Hier kann man (falls notwendig) per
Dokumentvorlage oder Formular eine Gundstruktur vorgeben. Das
Zieldokument kann durch XSLT-Filter oder durch externe XML-Verarbeitung
in das Zielformat überführt werden.
Beispiele für Filter finden sich bei [2].
[1] http://www.zope.org/Documentation/Articles/STX
[2] http://xml.openoffice.org/
Grüße
Werner
--
werner@wernerroth.de
http://www.wernerroth.de
Werner Roth wrote:
> Hi Chris,
>
>> Ich bin schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer geeigneten
>> Sprache um Dokumente zu erstellen. Ich hoffe hier ist der richtige
>> Platz zum Fragen.
>>
>> Ich kenne:
>> - Latex (mein Liebling)
>> - XML (z.B. Docbook)
>> - Yaml (eher für Konfigurationen)
>>
>> Ich suche folgende Merkmale:
>> - leicht lesbar
>> - eindeutige Grammatik
>> - "an XML-Prinzipien angelehnt"
>> - einfach!
>> - prinzipiell für den DAU geeignet
>>
>> PS: Ich benötige keine Tools für das Parsen ... einfach nur
eine
>> Sprache, die gut geeignet für das Publizieren ist. Schreibt bitte
>> einfach mal, was euch so einfällt, auch wenn es noch so abwegig
>> erscheint.
>
>
> Leider ist "Sprache um Dokumente zu erstellen" zu ungenau bzw.
zu
> allgemein gefragt. Da gibt es noch einige Dimensionen die abzufragen
> sind: Zum Beispiel sind die DAUs reine Datenerfasser oder geben die auch
> die Struktur vor. Handelt es sich etwa um den typischen GAU auch um
> Vorgabe der Gestaltung.
Also die typische Verwendung soll die Erstellung von ASCII Files
ala Latex sein, die dann geparst werden. Dabei werden nur
Strukturen mit angegeben und keine Formatierungen. Leider habe
ich nicht den Durchblick in der Theorie des DTP. Deshalb ein
paar Beispiele: Der DAU kann am Ende z.B. schreiben, das er eine
numerierte Liste will, aber nicht, welche Ziffern verwendet
werden. Oder er will eine Überschrift, kann aber nicht angeben,
welche Farbe oder Schriftart sie hat.
> Auch sinnvoll wäre eine Zusammenstellung der Applikationen, die du
> einsetzen willst.
Kurz gefasst schreibe ich an einem System, dem man einen
ASCII-Stream in SpracheA reinschiebt und einen ASCII-Stream in
SpracheB bekommt.
Um z.B. einmal Yaml zu nehmen:
chapter : Erstes Kapitel :)
paragraph : Das ist der erste Abschnitt
list :
- erster Punkt
- zweiter Punkt
paragraph : und der zweite Abschnitt
chapter : Letztes Kapitel :(
paragraph : Das ist der letzte Abschnitt
Es soll also in Richtung Latex gehen (aber eine eindeutige
Grammatik existieren). Die Verwandschaft zu XML (<foo> </foo>)
kriegt man hier mit der Einrücktiefe hin. Aber natürlich hat jede
Sprache Vor- und Nachteile.
> Ich würde wo es geht immer auf recht einfache Formate setzen, wie
Plain
> Text, Structured Text [1], CSV (Comma Separated Value) oder HTML 3.2.
> Das bedeutet aber auch immer Nachbearbeitungsaufwand, den man durchaus
> auch durch Einsatz von Scripten, Makro, etc. teilweise automatisieren
> kann. Bei Kooperationen über mehrere Ebenen zum Beispiel diverse
> Lektorate, kann man diese Vorgehensweise aber vergessen.
>
> Eine Lösung für viele dieser Anforderungen ist das
XML-Dateiformat von
> StarOffice/OpenOffice.org. Hier kann man (falls notwendig) per
> Dokumentvorlage oder Formular eine Gundstruktur vorgeben. Das
> Zieldokument kann durch XSLT-Filter oder durch externe XML-Verarbeitung
> in das Zielformat überführt werden.
XML ist fein. Aber um nicht einfach draufloszuarbeiten, suche ich
nach Alternativen. Vielleicht gibt es irgendwo doch noch etwas
Eleganteres, das hier oder da einen Vorteil bringt.
Das gute ist, das ich keinen Zeitdruck habe.
mfg
Chris Burkert
--
http://www.chrisburkert.de/
Chris Burkert schrub:
> Also die typische Verwendung soll die Erstellung von ASCII Files ala
> Latex sein, die dann geparst werden. Dabei werden nur Strukturen mit
> angegeben und keine Formatierungen. Leider habe ich nicht den
> Durchblick in der Theorie des DTP. Deshalb ein paar Beispiele: Der DAU
> kann am Ende z.B. schreiben, das er eine numerierte Liste will, aber
> nicht, welche Ziffern verwendet werden. Oder er will eine
Überschrift,
> kann aber nicht angeben, welche Farbe oder Schriftart sie hat.
Hmm, und warum nimmst du dann nicht LaTeX? Wenn du schreibst ...
> Es soll also in Richtung Latex gehen (aber eine eindeutige Grammatik
> existieren).
... dann müsstest du mal genau sagen, was du damit meinst und was durch
LaTeX dabei nicht erfüllt wird. Denn ...
> Die Verwandschaft zu XML (<foo> </foo>) kriegt man hier mit
der
> Einrücktiefe hin.
... das kann es also nicht sein. Also vielleicht etwas genauer, was
denn »eindeutige Grammatik« ist.
Bert
Bert Buchholz wrote:
> Chris Burkert schrub:
>
>>Also die typische Verwendung soll die Erstellung von ASCII Files ala
>>Latex sein, die dann geparst werden. Dabei werden nur Strukturen mit
>>angegeben und keine Formatierungen. Leider habe ich nicht den
>>Durchblick in der Theorie des DTP. Deshalb ein paar Beispiele: Der DAU
>>kann am Ende z.B. schreiben, das er eine numerierte Liste will, aber
>>nicht, welche Ziffern verwendet werden. Oder er will eine
Überschrift,
>>kann aber nicht angeben, welche Farbe oder Schriftart sie hat.
>
>
> Hmm, und warum nimmst du dann nicht LaTeX? Wenn du schreibst ...
>
>
>>Es soll also in Richtung Latex gehen (aber eine eindeutige Grammatik
>>existieren).
>
>
> ... dann müsstest du mal genau sagen, was du damit meinst und was
durch
> LaTeX dabei nicht erfüllt wird. Denn ...
>
>
>>Die Verwandschaft zu XML (<foo> </foo>) kriegt man hier mit
der
>>Einrücktiefe hin.
>
>
> ... das kann es also nicht sein. Also vielleicht etwas genauer, was
> denn »eindeutige Grammatik« ist.
Bis jetzt nehme ich Latex wenn ich etwas schreibe. Aber ich habe
noch nie eine (kontextfreie) Grammatik in BNF (oder ähnlichem)
gesehen, die ich verwenden könnte. Gibt es überhaupt eine?
Deswegen suche ich nach Alternativen. XML ist für mich weniger
geeignet weil:
- für DAU unlesbar
- Overhead
- erforderliche Rechenleistung
- ...
Yaml ist für dieses Projekt wohl am besten geeignet, aber nicht
dafür gedacht! Ein Subset von Yaml würde es wohl tun, aber ...
mfg
Chris Burkert
--
http://www.chrisburkert.de/