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Illustrator/Photoshop, PDF und eingebettete Schriften

Michael Unger (2007-10-25 20:44:30)

Ich habe mir eine PDF-Datei erstellt, die etliche Seiten jeweils mit
Vektorgrafik und ein bisschen Text enth

Poligrafiemann (2007-10-25 22:11:40)

Torben Anschau (2007-10-25 22:11:40)

Hi,

Michael Unger schrieb:
> Ich habe mir eine PDF-Datei erstellt, die etliche Seiten jeweils mit
> Vektorgrafik und ein bisschen Text enthält; das Ganze ist "zu Fuß" in
> PostScript programmiert -- mit Einbettung der benötigten Schriftzeichen
> als "embedded subset" ("Type-1 Font Dictionary") -- und dann durch den
> Distiller gescheucht. Acrobat hat damit keine Probleme, der Reader auch
> nicht. Damit bin ich dann zwecks Textildruck zu einem Dienstleister ...

Soweit okay
>
> Dort wird mit Macs gearbeitet.

Soweit auch noch.

Illustrator konnte zwar das PDF-Dokument
> öffnen,

Nicht mehr okay,

mit den eingebetteten Schriften jedoch nichts anfangen:

Weil das normal und bekannt ist.

Es wurde
> zwar erkannt, dass "Text" verlangt war, dieser wurde jedoch nicht mit
> der eingebetteten Schrift angezeigt, sondern mit einer "Ersatzschrift"
> (bei einem Mac tippe ich auf "Helvetica"); außerdem wurde das "custom
> character mapping" (auf Basis von "ISO Latin-1") schlicht ignoriert, was
> zu -- nun ja -- manchmal ziemlich irritierenden Texten führte.
>
> Kann Illustrator das wirklich nicht,

Ja

liegt das an einer veralteten
> Version,

Nein. Ist in CS3 auch noch so.

sonstige Erklärungsversuche?

Copyright von Schriften. Außerdem ist Illustrator kein PDF-Editor und
will es auch nicht sein.


(Mit Photoshop wurde die jeweilige
> Seite aus dem PDF-Dokument einwandfrei mit den korrekten, eingebetteten
> Schriften gerastert. Ja, ich weiß, 300 dpi sind für Textildruck
> eigentlich "Overkill" ...)

In Photoshop wird das gemacht, weil die Schriften dann verpixelt sind.
In illustrator ist das extra. Die haben einfach die falsche Software
benutzt.

>
> Michael
>

news0003@wb-on.de (Wolfgang Birkenstock) (2007-10-26 13:05:52)

Hallo!

Michael Unger wrote:

> Dort wird mit Macs gearbeitet. Illustrator konnte zwar das PDF-Dokument
> öffnen, mit den eingebetteten Schriften jedoch nichts anfangen: Es wurde
> zwar erkannt, dass "Text" verlangt war, dieser wurde jedoch nicht mit
> der eingebetteten Schrift angezeigt, sondern mit einer "Ersatzschrift"
> (bei einem Mac tippe ich auf "Helvetica"); außerdem wurde das "custom
> character mapping" (auf Basis von "ISO Latin-1") schlicht ignoriert, was
> zu -- nun ja -- manchmal ziemlich irritierenden Texten führte.
>
> Kann Illustrator das wirklich nicht, liegt das an einer veralteten
> Version, sonstige Erklärungsversuche? (Mit Photoshop wurde die jeweilige
> Seite aus dem PDF-Dokument einwandfrei mit den korrekten, eingebetteten
> Schriften gerastert. Ja, ich weiß, 300 dpi sind für Textildruck
> eigentlich "Overkill" ...)

Mit "Platzieren" und als Option "Verknüpfen" sollte es klappen. Bei
allen anderen Möglichkeiten will Illustrator (ich habe die alte CS) die
PDF-Datei öffnen - mit den beschriebenen Folgen.


Gruß Wolle

--
Wolfgang Birkenstock - Freier Journalist
Sportfotografie - Sport-/Wissenschaftsjournalismus - Buchproduktionen
wolle@wb-on.de www.wolfgang-birkenstock.de

Torben Anschau (2007-10-26 14:08:37)

Wolfgang Birkenstock schrieb:
> Hallo!
>
> Michael Unger wrote:
>
>> Dort wird mit Macs gearbeitet. Illustrator konnte zwar das PDF-Dokument
>> öffnen, mit den eingebetteten Schriften jedoch nichts anfangen: Es wurde
>> zwar erkannt, dass "Text" verlangt war, dieser wurde jedoch nicht mit
>> der eingebetteten Schrift angezeigt, sondern mit einer "Ersatzschrift"
>> (bei einem Mac tippe ich auf "Helvetica"); außerdem wurde das "custom
>> character mapping" (auf Basis von "ISO Latin-1") schlicht ignoriert, was
>> zu -- nun ja -- manchmal ziemlich irritierenden Texten führte.
>>
>> Kann Illustrator das wirklich nicht, liegt das an einer veralteten
>> Version, sonstige Erklärungsversuche? (Mit Photoshop wurde die jeweilige
>> Seite aus dem PDF-Dokument einwandfrei mit den korrekten, eingebetteten
>> Schriften gerastert. Ja, ich weiß, 300 dpi sind für Textildruck
>> eigentlich "Overkill" ...)
>
> Mit "Platzieren" und als Option "Verknüpfen" sollte es klappen. Bei
> allen anderen Möglichkeiten will Illustrator (ich habe die alte CS) die
> PDF-Datei öffnen - mit den beschriebenen Folgen.

Wow, das is mal ein Hinweis. Auf die Idee wäre ich nicht gekommen.
Ich hätte da aber Bauchschmerzen, ob nicht doch irgendwo was gedreht wird.

news0003@wb-on.de (Wolfgang Birkenstock) (2007-10-26 14:57:48)

Hallo!

Torben Anschau wrote:

> > Mit "Platzieren" und als Option "Verknüpfen" sollte es klappen. Bei
> > allen anderen Möglichkeiten will Illustrator (ich habe die alte CS) die
> > PDF-Datei öffnen - mit den beschriebenen Folgen.
>
> Wow, das is mal ein Hinweis. Auf die Idee wäre ich nicht gekommen.

Danke!
;-)



> Ich hätte da aber Bauchschmerzen, ob nicht doch irgendwo was gedreht wird.

Ich denke, Illustrator rührt die Datei in desem Fall nicht an.
Allerdings würde ich sowas auch eher mit InDesign machen.



Gruß Wolle

--
Wolfgang Birkenstock - Freier Journalist
Sportfotografie - Sport-/Wissenschaftsjournalismus - Buchproduktionen
wolle@wb-on.de www.wolfgang-birkenstock.de

Michael Unger (2007-10-26 19:02:54)

On 2007-10-25 22:11, "Torben Anschau" wrote:

> [...]
>
> Copyright von Schriften. Au

Torben Anschau (2007-10-26 20:22:00)

Hi,

Michael Unger schrieb:
> On 2007-10-25 22:11, "Torben Anschau" wrote:
>
>> [...]
>>
>> Copyright von Schriften. Außerdem ist Illustrator kein PDF-Editor und
>> will es auch nicht sein.
>
> Ich war da (in Ermangelung von Illustrator) einfach mal vom Verhalten
> von Acrobat ausgegangen, das ja aus demselben "Stall" stammt -- als
> "Viewer" zeigt das problemlos eingebettete Schriften an, als "Editor"
> kann man es nur dann benutzen, wenn die verwendete Schrift lokal
> verfügbar ist; damit ist dem Copyright ja Genüge getan.

Illustrator ist aber kein Viewer, wenn Du das PDF da öffnest. Es ist ein
eigenständiges Programm, dass Dein PDF zu einem AI macht und es als
solches bearbeitet.

>
>> [...]
>>
>> In Photoshop wird das gemacht, weil die Schriften dann verpixelt sind.
>> In illustrator ist das extra. Die haben einfach die falsche Software
>> benutzt.
>
> Da die es lediglich mit Illustrator und Photoshop versucht haben,
> dürften die auch nichts anderes haben; für einen Druck-Dienstleister
> sollte das aber wohl reichen.

Nein. Das war für einen Druck-Dienstleister schlicht eine unsachgemäße
Vorgehensweise. Wenn Fehler durch diese Vorgehensweise entstehen, ist es
ihre Verantwortung.


(Trotzdem wundert es mich, dass der Adobe
> Reader nicht in Erwägung gezogen wurde.)

Das wundert mich nicht, da der nur ein Viewer ist. Korrekt wäre hier
Acrobat Professional gewesen.
Adäquat wäre Platzieren in Indesign und dann ausgeben. Oder zur Not, wie
es Wolfgang erwähnt, verknüpft platzieren in Illustrator.

Uwe Borchert (2007-10-26 20:42:25)

Hallo,

Michael Unger wrote:
> On 2007-10-25 22:11, "Torben Anschau" wrote:
>
>
>>[...]
>>
>>Copyright von Schriften. Außerdem ist Illustrator kein PDF-Editor und
>>will es auch nicht sein.
>
> Ich war da (in Ermangelung von Illustrator) einfach mal vom Verhalten
> von Acrobat ausgegangen, das ja aus demselben "Stall" stammt -- als
> "Viewer" zeigt das problemlos eingebettete Schriften an, als "Editor"
> kann man es nur dann benutzen, wenn die verwendete Schrift lokal
> verfügbar ist; damit ist dem Copyright ja Genüge getan.

Dieses Verhalten legt aber jedes mir bekannt Zeichenprogramm an
den Tag. Es gibt noch andere (Vektor-) Zeichenprogramme ausser
Illustrator. Inkscape, SodiPodi, Xara, Skencil, Corel Draw ...
Basiswissen ueber diese Art von Programmen kann nicht schaden.

>>[...]
>>
>>In Photoshop wird das gemacht, weil die Schriften dann verpixelt sind.
>>In illustrator ist das extra. Die haben einfach die falsche Software
>>benutzt.
>
>
> Da die es lediglich mit Illustrator und Photoshop versucht haben,
> dürften die auch nichts anderes haben; für einen Druck-Dienstleister
> sollte das aber wohl reichen. (Trotzdem wundert es mich, dass der Adobe
> Reader nicht in Erwägung gezogen wurde.)

Adobe Acrobat Pro ist dafuer doch vorgesehen? Ich verstehe die
Vorgehensweise der Druckerei absolut nicht. Besonders Photoshop
ist fuer PDF und PS ja wohl das allerletzte ... Mittel wenn es
sonst gar nicht mehr weitergeht? Zuerst mal Acrobat Pro, wenn
der nicht zur Hand ist schauen was mit dem Reader geht und wenn
dann nix geht fluchen ...

MfG

Uwe Borchert

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