kleines Buchprojekt, "Sonderzeichen" und halbe Festbreiten-Abstände, etc.
Hallo allerseits
bin gerade dabei, ein kleines privates Buch zu setzen (man kann sich ja
denken, in welcher Applikation :-)). Die verschiedenen
"Book-on-Demand"-Angebote, die man heute online findet, muss man in
so
einem Fall auf jeden Fall in Betracht ziehen bei der Auswahl der
"Druckerei". [Auch wenns, wie in diesem Fall, ein Eigenverlag ohne
ISBN-Nummer wird.]
Ist eine Weile her, seit ich sowas gemacht habe, und deshalb tauchen
alte Fragen wieder auf. Bezüglich Festbreiten-Abstände, z.B. bei
%-Angaben, bin ich mir sehr sicher, dass da z.B. ein halbes Leerzeichen
angebracht wäre.
Ich erinnere mich dunkel, dass man auch einen Querstrich (slash "/")
so
leicht sperren könnte, finde aber dazu momentan keine verbindliche
Aussage. Gerade bei Jahresangaben 1950/51 kommt mir das Sperren auch
optisch "spanisch" vor, deshalb an die Experten: tut man das?
Habe im übrigen vor, das Ding im Format 22 cm x 15 cm zu drucken. Da es
sich um die Memoiren eines mittlerweile über 75jährigen handelt,
werde
ich bei der Schriftwahl wohl etwas wie TNR, Garamond, evtl. Palatino
nehmen. Persönlich würde mir ja sowas wie Meta oder Syntax zusagen,
aber
für den Fliesstext muss es hier vermutlich eine Serif sein. [Ich werde
mir aber auf jeden Fall auch einen Schrifttest mit Cambria/Calibri
machen, um zu sehen, wie das so ausschauen würde :-)).
Zum Arbeiten momentan benutzen wir eine Garamond 10pt/13,5pt, Abstand
nach 7pt. Das ist ziemlich "luftig", dank Seitenrändern von
Innen/Aussen
3,5 cm/2 cm gibt das aber auch lange Zeilen (momentan über 80 Zeichen).
DAs ist mir noch ein bisserl viel. Oben/unten steht momentan auf
1,5/2,5. Hab ich auf jeden Fall noch was zu backen, ich weiss!
Für Anregungen und Hinweise dankbar!
Robert
--
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Robert M. Franz (RMF) wrote:
> ISBN-Nummer
Du meinst die ISB-Nummer.
> Querstrich
Du meinst den Schrägstrich.
Forssmann / de Jong: Detailtypografie entnehme ich:
- Wenn Namen ohne Vornamen aufeinandertreffen, entweder kein Abstand
oder "geschütztes flexibles Leerzeichen"
("Franz/Stockert" oder "Franz /
Stockert").
- Wenn abgekürzte Vornamen vorkommen, Schrägstrich zwischen
geschütztem
flexiblem Leerzeichen oder geschütztem Wortzwischenraum/Wortzwischenraum
("R. Franz / D. Stockert").
- Wenn die Vornamen ausgeschrieben werden, wird auch der Schrägstrich
zwischen (geschützte oder ungeschützte) Wortzwischenräume
gesetzt
("Robert M. Franz / Dieter Stockert").
- Für die Kombination des Schrägstrichs mit Jahreszahlen gelten die
gleichen Regeln wie für den Bis-Strich: Wo nur die Jahreszahlen stehen,
wird ohne Abstand gearbeitet, bei Daten mit (geschütztem oder
ungeschütztem) flexiblem Leerzeichen ("1999/2000",
"8.3.1999 /
27.5.1999").
- Wenn Gedichte, Lieder und ähnliches in fortlaufendem Text zitiert
werden, zeigt der Schrägstrich die Zeilenenden: der einzelne
Schrägstrich das Ende des Verses, der doppelte das Ende der Strophe.
Sowohl die einzelnen als auch die doppelten Virgeln stehen zwishen
Wortzwischenräumen. Zwischen den doppelten Virgeln steht kein Abstand.
- Schrägstrich und Trennung: Der Schrägstrich bleibt in der oberen
Zeile.
> Habe im übrigen vor, das Ding im Format 22 cm x 15 cm zu drucken. Da
es
> sich um die Memoiren eines mittlerweile über 75jährigen handelt,
werde
> ich bei der Schriftwahl wohl etwas wie TNR, Garamond, evtl. Palatino
> nehmen.
Times New Roman bitte nicht, die ist einfach zu abgenützt (und wirkt
für
mich auch nicht alt genug).
> Abstand nach 7pt.
Das ist aber schlecht, weil Du so kein Register halten kannst.
> dank Seitenrändern von Innen/Aussen 3,5 cm/2 cm gibt das aber auch
lange
> Zeilen (momentan über 80 Zeichen).
Wie wärs in dem Fall mit zweispaltigem Satz?
Ansonsten kannst Du mir gerne auch ein Muster schicken zum Anschauen,
vielleicht fällt mir noch mehr ein und auf.
Gruß
Dieter
Hallo Dieter
Dieter Stockert wrote:
> Du meinst die ISB-Nummer.
Das kann gut sein.
>> Querstrich
>
> Du meinst den Schrägstrich.
Oops, ach deshalb suchte ich mich ins Nirvana, danke! :-)
Der erste Absatz unter "Verwendung" in
<http://de.wikipedia.org/wiki/Schr%C3%A4gstrich> ist ja
schon mal
einigermassen klar.
> Forssmann / de Jong: Detailtypografie entnehme ich:
>
> - Wenn Namen ohne Vornamen aufeinandertreffen, entweder kein Abstand
> oder "geschütztes flexibles Leerzeichen"
("Franz/Stockert" oder "Franz /
> Stockert").
Das mit dem geschützt und flexibel werde ich mir ansehen müssen (das
ist
in Word so eine Sache), vielleicht finde ich einen Unicode-Character,
den Word honoriert.
> - Wenn abgekürzte Vornamen vorkommen, Schrägstrich zwischen
geschütztem
> flexiblem Leerzeichen oder geschütztem
Wortzwischenraum/Wortzwischenraum
> ("R. Franz / D. Stockert").
>
> - Wenn die Vornamen ausgeschrieben werden, wird auch der Schrägstrich
> zwischen (geschützte oder ungeschützte) Wortzwischenräume
gesetzt
> ("Robert M. Franz / Dieter Stockert").
>
> - Für die Kombination des Schrägstrichs mit Jahreszahlen gelten
die
> gleichen Regeln wie für den Bis-Strich: Wo nur die Jahreszahlen
stehen,
> wird ohne Abstand gearbeitet, bei Daten mit (geschütztem oder
> ungeschütztem) flexiblem Leerzeichen ("1999/2000",
"8.3.1999 /
> 27.5.1999").
OK, das gefällt mir so.
[..]
> - Schrägstrich und Trennung: Der Schrägstrich bleibt in der
oberen
> Zeile.
Ist klar.
>> Habe im übrigen vor, das Ding im Format 22 cm x 15 cm zu drucken.
Da es
>> sich um die Memoiren eines mittlerweile über 75jährigen
handelt, werde
>> ich bei der Schriftwahl wohl etwas wie TNR, Garamond, evtl. Palatino
>> nehmen.
>
> Times New Roman bitte nicht, die ist einfach zu abgenützt (und wirkt
für
> mich auch nicht alt genug).
Die Kombination TNR/Arial (jaja, ich weiss) ist zum Glück schon in der
ersten Runde rausgeflogen beim Schriftentest vor 20 Minuten (wo Autor
und seine bessere Hälfte zugegen waren).
Am besten gefielen eine Palatino Linotype und, festhalten
Hi,
Robert M. Franz (RMF) schrieb:
> Hallo allerseits
>
> bin gerade dabei, ein kleines privates Buch zu setzen (man kann sich ja=
> denken, in welcher Applikation :-)).
Wenn Word, dann w
Torben Anschau wrote:
> Schreib mal das Buch fertig. Vielleicht haben ja ein paar Leute hier
> Lust, das ganze mal nach ihrem Gusto mit ihrem Programm zu setzen. Das
> setzt voraus, das alles fertig sein würde. Wäre für mich
spannend:
> Wie gestalten verschiedene Setzer den gleichen Text, worauf achten sie,
> was lassen sie weg, gibt es Unterschiede, die auf Software
> zurückzuführen sind usw.
Das fände ich auch sehr reizvoll. Wenns zeitlich gerade passen würde,
wäre ich dabei.
Torben Anschau schrieb am Sonntag, 17.06. 2007, 14:28:
> Robert M. Franz (RMF) schrieb:
>> bin gerade dabei, ein kleines privates Buch zu setzen (man kann sich
>> ja denken, in welcher Applikation :-)).
>
> Wenn Word, dann würde ich für ein solches Projekt dann doch
umdenken.
> Vielleicht so weit wie möglich fertig schreiben und dann in einem
> guten DTP/Satz-Programm zu ende setzen. Zur Empfehlung kämen hier
> Indesign, Ventura, Framemaker, Tex und Calamus.
Und wenn man erst mal üben will, kann man sich Scribus holen. Open Source.
http://www.scribus.net/
Download:
http://sourceforge.net/project/showfiles.php?group id=125235
Beate
--
"Democracy is the right for disagree."
[Robert Redford, Sept. 2001 auf CNN]
Am Sun, 17 Jun 2007 10:37:43 +0200 schrieb Robert M. Franz (RMF):
> Hallo allerseits
>
> bin gerade dabei, ein kleines privates Buch zu setzen (man kann sich ja
> denken, in welcher Applikation :-)). Die verschiedenen
> "Book-on-Demand"-Angebote, die man heute online findet, muss man
in so
> einem Fall auf jeden Fall in Betracht ziehen bei der Auswahl der
> "Druckerei". [Auch wenns, wie in diesem Fall, ein Eigenverlag
ohne
> ISBN-Nummer wird.]
Du weißt, dass BOD neuerdings für diesen Fall die sog. Fun-Edition
hat, bei
der keinerlei Mastering-Kosten anfallen, sondern nur der
Bucherstellungspreis?
--
Hannelore Goos
http://www.sonnenastro.de
http://www.neomarica.de
On 2007-06-17 13:37, "Robert M. Franz (RMF)" wrote:
> [...]
>
> Das mit dem gesch