TTF bei Quark und InDesign
Hi,
ich habe gestern die Testversion von Quark XPress 7.2 runtergeladen
und stelle fest, dass das Arbeiten mit TrueType etwas anders ist, als
bei Corel (Draw, Ventura). Es gibt da nämlich nicht die Funktionen
"TrueType in Postscript umwandeln" oder "Schriften in Kurven
umwandeln" (beide Funktionen jeweils im Druckdialog).
In den PDF-Dateien sind somit nur die TTFs drin, bei Corel dagegen
immer "eingebettete Postscript-Schriften", woduch ich in all den
Jahren auch nie ein Schriftenproblem hatte.
Wie ist das bei Quark XPress oder InDesign?
Muss man auf TTFs verzichten?
Arbeiten moderne RIP auch problemlos mit eingebetteten TTFs?
Oder muss ich gar bei diesen Programmen die Schriften zu der PDF immer
beilegen?
Vielen Dank,
Uli
Hi,
Ulrich Albrecht schrieb:
> Hi,
>
> ich habe gestern die Testversion von Quark XPress 7.2 runtergeladen und=
> stelle fest, dass das Arbeiten mit TrueType etwas anders ist, als bei
> Corel (Draw, Ventura). Es gibt da n
Hallo,
Torben Anschau wrote:
>
> Ulrich Albrecht schrieb:
>
>> ich habe gestern die Testversion von Quark XPress 7.2 runtergeladen
>> und stelle fest, dass das Arbeiten mit TrueType etwas anders ist, als
>> bei Corel (Draw, Ventura). Es gibt da nämlich nicht die
Funktionen
>> "TrueType in Postscript umwandeln" oder "Schriften in
Kurven
>> umwandeln" (beide Funktionen jeweils im Druckdialog).
>
>
> Richtig.
>
Frage aus der PSType1-User-Ecke: War diese Funktion notwendig
oder sinnvoll? Anmerkung: OS/2 Warp 3 und Unix/Linux haben die
PSType1-Schriften immer bevorzugt.
...[...]...
>
> Es findet normalerweise keine Wandlung statt. Die Schriften bleiben wie
> sie sind, was grundsätzlich auch korrekt ist (durch Konversion
können
> Fehler bei den Pfaden entstehen, Ulf kann sicher genaueres dazu
erklären).
Siehe auch Dokumenteigenschaften-> Schriften. Da sind haeufiger
TTFs angegeben. Das funktioniert heute(!) idR doch recht gut?
> Was Indesign allerdings in bestimmten Situationen macht, ist die
> Wandlung in CID-Fonts.
^^^^^^^^^
Was ist/sind das?
> ... Das kann bei OpenTypes und Truetypes, in älteren
> Versionen sogar mit PS-Types passieren. Eigentlich nix schlimmes, da
> jedoch mancher RIP-Clon-Hersteller bei der Implementierung der (in
> Level2 wohl schon definierten) Routinen gepennt hat, funktioniert das
> beim ein oder anderen nicht.
>
Diese Effekte sind mir von TTFs her bekannt. Bei PSType1 scheinen
die fast nie aufzutauchen. Ich nutze ja nur PSType1. Leider scheint
es da keine allgemeingueltige Regeln zu geben wann etwas problemlos
laeuft und wann nicht. Gibt es Anhaltspunkte? Erstellungsdatum des
Font, Fonteditor oder Tool zur Herstellung?
>
>> Oder muss ich gar bei diesen Programmen die Schriften zu der PDF immer
>> beilegen?
>
> Das würde exakt nichts bringen. Denn selbst wenn Du zum PDF die
> Schriften beiliegen hast, wie will der Operator die denn nachher
> zuweisen, erst recht konvertiert in ein anderes Format?
>
Und wie will das System die nichtinstallierten Schriften finden?
...[...]...
> Häufig testen große Betriebe Druckvorlagen mit
Prüfprogrammen und
> Dokumente mit Truetypes fliegen raus.
> Dann sollte man sie vorher in Kurven konvertieren.
> Evtl. braucht man dafür ein Plugin in Acrobat. Ob sowas mit
Ghostscript
> geht weiß ich nicht, wahrscheinlich schon.
Ja, das kann GS definitiv. IIRC mit -sDEVICE=pswrite oder epswrite.
Ueber pdfwrite kann ich gerade keine Aussage machen. Ich habe gerade
in der Dokumentation nachgewuehlt, aber auf die Schnelle kann ich
das gar nicht finden. :-(
MfG
Uwe Borchert
Danke Torben und Uwe.
>>> Es gibt da nämlich nicht die Funktionen "TrueType in
Postscript
>>> umwandeln" oder "Schriften in Kurven umwandeln"
(beide Funktionen
>>> jeweils im Druckdialog).
>> Richtig.
> Frage aus der PSType1-User-Ecke: War diese Funktion notwendig
> oder sinnvoll?
Sie ist dann sinnvoll, wenn man TTFs benutzt (oder verstehe ich Dich
da falsch?).
Bei Corel gibt es dann NIEMALS den Fall, dass eine TTF eingebettet
ist, sondern immer nur Type1. Wenn man dies 10 Jahre so gemacht hat
und in der Zeit auch noch nie eine PS-Schrift verwenden musste
schreckt es doch ziemlich ab, wenn andere Programme TTF nicht mögen.
Quark 5 produziert bei mir jedenfalls fehlerhaften PS-Code, so dass
der Distiller abbricht.
Noch eine Anmerkung:
90% meiner Brotschriften habe ich auch als Type 1 und nur ca. 10%
irgend was Dekoratives als TTF aus dem Netz. Ich könnte also auf PS
umschwenken, jedoch mag Flash keine Postscript-Schriften. Im worst
case habe ich eine Layout für einen Kunden mit PS und muss aufwändig
das Zeug in Kurven zu Flash tragen. Auch aus diesem Grunde arbeite ich
nur mit TTF.
Weder ich noch anspruchsvolle Kollegen haben je bemerkt, dass es sich
um TTFs bei den Printprodukten handelt, obwohl viele der Ansicht sind,
Level 1 wäre irgend wie besser. Gute TTFs haben auch sehr viele
Unterschneidungspaare; ich vermute fast, dass z.B. Linotype, wenn sie
eine Schrift in beiden Formaten anbieten, beide auch identische
Druckergebnisse produzieren.
> Siehe auch Dokumenteigenschaften-> Schriften. Da sind haeufiger
> TTFs angegeben.
Nur als Anmerkung: Bei den automatisch umgewandelten TTFs in Corel
steht dort "Eingebettete Type 1"
>> ... Das kann bei OpenTypes und Truetypes, in älteren Versionen
>> sogar mit PS-Types passieren. Eigentlich nix schlimmes, da jedoch
>> mancher RIP-Clon-Hersteller bei der Implementierung der (in Level2
>> wohl schon definierten) Routinen gepennt hat, funktioniert das beim
>> ein oder anderen nicht.
Könnte also passieren, dass mein Proof-Anbieter ein fehlerfreies
Layout ausdruckt (weil er wirklich gut ist), aber die Druckerei in
Hintertupfing Mist druckt und Schuld hin und her schiebt (was ich, wie
beschrieben, bislang nie hatte).
>> Das würde exakt nichts bringen. Denn selbst wenn Du zum PDF die
>> Schriften beiliegen hast, wie will der Operator die denn nachher
>> zuweisen, erst recht konvertiert in ein anderes Format?
>>
> Und wie will das System die nichtinstallierten Schriften finden?
Ähh, ich würde sie als Operator schlicht auf meinem System
installieren, bevor ich die PDF drucke ...
Uli
On 2007-06-09 11:45, "Uwe Borchert" wrote:
> Torben Anschau wrote:
>>
>> [...]
>>
>> Was Indesign allerdings in bestimmten Situationen macht, ist die
>> Wandlung in CID-Fonts.
> ^^^^^^^^^
> Was ist/sind das?
| 5.11 CID-Keyed Fonts
|
| CID-keyed fonts provide a convenient and efficient method for
| defining multiple-byte character encodings, base fonts with a
| large number of glyphs, and composite fonts that use these base
| fonts and character encodings. Additionally, they provide
| straightforward methods for creating a rearranged font, which
| selects glyphs from one or more existing fonts by means of a
| revised encoding. These capabilities provide great flexibility
| for representing text in writing systems for languages with
| large character sets, such as Chinese, Japanese, and Korean.
|
| The CID-keyed font architecture specifies the external
| representation of certain font programs, called CMap and CIDFont
| files, along with some conventions for combining and using those
| files. This architecture is independent of the Post-Script
| language; CID-keyed fonts can be used in environments where no
| Post-Script interpreter is present. For complete documentation
| on the architecture and the file formats, see Adobe Technical
| Notes #5092, CID-Keyed Font Technology Overview, and #5014, Adobe
| CMap and CIDFont Files Specification.
(Aus dem "PostScript Language Reference Manual, 3rd Edition" von
Adobe)
> [...]
Michael
--
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Uwe Borchert schrieb:
> Hallo,
> Frage aus der PSType1-User-Ecke: War diese Funktion notwendig
> oder sinnvoll? Anmerkung: OS/2 Warp 3 und Unix/Linux haben die
> PSType1-Schriften immer bevorzugt.
Das war wohl weniger der Grund. Gerade in den Neunzigern galten die
Truetypeschriften als problematisch f
hi,
Ulrich Albrecht schrieb:
> Bei Corel gibt es dann NIEMALS den Fall, dass eine TTF eingebettet ist,=
> sondern immer nur Type1. Wenn man dies 10 Jahre so gemacht hat und in
> der Zeit auch noch nie eine PS-Schrift verwenden musste schreckt es doc=
h
> ziemlich ab, wenn andere Programme TTF nicht m
Hallo,
Torben Anschau wrote:
>
> Uwe Borchert schrieb:
>
>> Hallo,
>
...[Aufklaerung ueber TTF und CID]...
Erstmal Danke.
...[...]...
>>> Häufig testen große Betriebe Druckvorlagen mit
Prüfprogrammen und
>>> Dokumente mit Truetypes fliegen raus.
>>> Dann sollte man sie vorher in Kurven konvertieren.
>>> Evtl. braucht man dafür ein Plugin in Acrobat. Ob sowas mit
>>> Ghostscript geht weiß ich nicht, wahrscheinlich schon.
>>
>>
>> Ja, das kann GS definitiv. IIRC mit -sDEVICE=pswrite oder epswrite.
>
>
> Mit diesem Befehl wird in Kurven konvertiert?
>
Ich kann nicht genau sagen ob es diese Anweisung ist. Aber Ghostscript
hat Devices: Verschiedene PS, Rastergrafiken wie JPEG und PNG, Drucker
und so. Ich glaube sicher sagen zu koennen das eine Ausgabe ueber die
DEVICE=epswrite Schriften vektorisiert. Vmtl auch pswrite.
MfG
Uwe Borchert